21 Apr 2016
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kinoheld FILMTIPP: Ein letzter Tango

LEIDENSCHAFTLICHER DOKUMENTARFILM

Sie waren das Vorzeigepaar des argentinischen Tangos und lebten mehr als 50 Jahre eine leidenschaftliche Hassliebe: María Nieves und Juan Carlos Copes waren 14 und 17 Jahre alt, als sie sich erstmals begegneten und brachten den damals außerhalb Argentiniens unbekannten Tanzstil des Tango Argentino von schummrigen Clubs in Buenos Aires auf die grossen Theaterbühnen der Welt.tango
Kein anderer Mann tanzte wie Juan, keine andere Frau wie María. „Ein letzter Tango“ portraitiert das Talent und das Temperament der charismatischen Ausnahmekünstler, die den Tango revolutionierten und die Kunst über ihre Beziehung stellten, bis diese zerbrach. Heute, mit 81 und 84 Jahren, treffen sie sich nach jahrelangem Schweigen für diesen Film erneut: Für einen letzten Tango …
Mit seiner Dokumentation schafft Regisseur German Kral („Der letzte Applaus“, „Música Cubana“) eine berührende und visuell beeindruckende Liebeserklärung an den Tango, die Leidenschaft und das Leben. Erst heute, fast am Ende ihres Lebens, sind María und Juan bereit, ihre Geschichte zu erzählen: von ihrer Liebe, ihrem Hass und ihrer Leidenschaft. Ihre Zuhörer sind eine Gruppe der besten Tangotänzer und Choreographen von Buenos Aires, die die schönsten, bewegendsten und dramatischsten Momente des Lebens der beiden Tanzlegenden in unglaublichen Tango-Choreographien wieder aufleben lassen. Geschickt verbindet Kral die Interviews mit den beiden Haupt-Protagonisten, Archivmaterial und fiktionale Szenen mit hervorragend choreographierten Tanzdarbietungen. So entstand ein intensiver 90-Minüter über die Irrungen und Wirrungen der Liebe und ihren Egoismus.

Der Komponist und Gitarrist Luis Borda („12 Tangos“) hat einige Klassiker der Tangomusik mit dem weltberühmten Orchester „Sexteto Mayor“ in Buenos Aires neu arrangiert und aufgenommen und so einen atemberaubenden Soundtrack für den Film geschaffen, der ab 1. April bei Sony Classical im Handel ist. Kameramann Jo Heim wurde für seine berauschenden Bilder mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Die Jury fand: „Wenn man sich von der Photographie in „Ein letzter Tango“ gefangen nehmen lässt, überkommt einen das sofortige Gefühl, einen Tango-Kurs belegen zu müssen.“

 

 

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7 Apr 2016
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kinoheld FILMTIPP: Ein Mann namens Ove

BITTERSÜSSE DRAMA-KOMÖDIE
Fredrik Backmans Bestseller „Ein Mann namens Ove“ hat in Schweden bereits die Kino-Charts erobert.image

Im April kommt der Obernörgler auch bei uns auf die Leinwand. So einen kennt jeder: Den schlecht gelaunten, grantigen, in die Jahre gekommenen Nachbarn, der jeden Morgen seine Kontrollrunde in der Reihenhaussiedlung macht, Falschparker aufschreibt, Fahrräder an ihren Platz räumt und Mülltonnen auf korrekte Mülltrennung überprüft. Genau so einer ist Ove (Rolf Lassgård). Dabei will er eigentlich Schluss mit allem machen. Nachdem er vor einigen Wochen seine geliebte Frau verloren hat, versucht er nun immer wieder, sich auf diverse Arten das Leben zu nehmen. Erfolglos – irgendetwas kommt einfach jedes Mal dazwischen…

 

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23 Mrz 2016
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kinoheld FILMTIPP: Lee Scratch Perry’s Vision of Paradise

MÄRCHENHAFTER DOKUMENTARFILM

Nüchtern betrachtet ist die Musik-Dokumentation „Lee Scratch Perry’s Vision Of Paradise“ eine verwirrende Ansammlung von
Aussagen über das Gute und BöLee Scratch Perry's Vision of Paradisese der Welt und vor allem über Gott und seine Botschafter. Lässt man sich allerdings auch ohne Gehirnaphrodisiakum auf den Film ein, lässt sich einfach mitreißen und -treiben, spürt man eine Energie, wie sie wohl auch damals im legendären Black Ark Studio herrschte, der Geburtsstätte des Reggae.

Ohne Lee „Scratch“ Perry hätte es Bob Marley nie gegeben: Der jamaikanische Musikproduzent ist einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Entwicklung des Reggae, Ska und vor allem des Dub. Perry machte als Erster das Mischpult zum Instrument und erfand Klänge, die sich keiner erklären konnte. In seinem Black Ark Studio auf Jamaika hatte er in den 1970ern eine musikalische Revolution losgetreten. Bob Marley wurde Lee Perrys Schüler und machte den Reggae international salonfähig.

Nach dem Bruch mit Marley, der für Perry „die Idee an den Kommerz verkauft hatte“, setzte Perry sein Black Ark Studio in Brand und ging nach London. Später siedelte er in die Schweiz um, wo er noch heute in einem kleinen Dorf wohnt. Von dort arbeitet er kompromisslos weiter an seiner Mission, die Welt mittels Musik und positiver Emotionen zum Besseren zu wenden. Perrys Musikstil inspirierte zahlreiche Künstler, ganz unüberhörbar Yello, aber auch die Red Hot Chili Peppers oder The Prodigy . Der Augsburger Filmemacher Volker Schaner hat Perry 15 Jahre lang immer wieder getroffen und langsam sein Vertrauen gewonnen. Er besuchte ihn in den Schweizer Bergen oder begleitete den Rastafari nach Jamaika, wo er fast genauso wie der Rasta-Messias Haile Selassie verehrt wird. Der außergewöhnliche Musiker und Künstler schenkte Schaner Einblicke in seine Arbeitsweise und seinen ganz eigenen Kosmos. Um auch dem Zuschauer die spirituelle Welt von Lee „Scratch“ Perry zugänglich zu machen, illustrierte Schaner die Dokumentation mit Grafiken der rumänischen Künstlerin Maria Sargarodschi, die digital animiert wurden.

 

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