kinoheld FILMTIPP: Lee Scratch Perry’s Vision of Paradise

MÄRCHENHAFTER DOKUMENTARFILM

Nüchtern betrachtet ist die Musik-Dokumentation „Lee Scratch Perry’s Vision Of Paradise“ eine verwirrende Ansammlung von
Aussagen über das Gute und BöLee Scratch Perry's Vision of Paradisese der Welt und vor allem über Gott und seine Botschafter. Lässt man sich allerdings auch ohne Gehirnaphrodisiakum auf den Film ein, lässt sich einfach mitreißen und -treiben, spürt man eine Energie, wie sie wohl auch damals im legendären Black Ark Studio herrschte, der Geburtsstätte des Reggae.

Ohne Lee „Scratch“ Perry hätte es Bob Marley nie gegeben: Der jamaikanische Musikproduzent ist einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Entwicklung des Reggae, Ska und vor allem des Dub. Perry machte als Erster das Mischpult zum Instrument und erfand Klänge, die sich keiner erklären konnte. In seinem Black Ark Studio auf Jamaika hatte er in den 1970ern eine musikalische Revolution losgetreten. Bob Marley wurde Lee Perrys Schüler und machte den Reggae international salonfähig.

Nach dem Bruch mit Marley, der für Perry „die Idee an den Kommerz verkauft hatte“, setzte Perry sein Black Ark Studio in Brand und ging nach London. Später siedelte er in die Schweiz um, wo er noch heute in einem kleinen Dorf wohnt. Von dort arbeitet er kompromisslos weiter an seiner Mission, die Welt mittels Musik und positiver Emotionen zum Besseren zu wenden. Perrys Musikstil inspirierte zahlreiche Künstler, ganz unüberhörbar Yello, aber auch die Red Hot Chili Peppers oder The Prodigy . Der Augsburger Filmemacher Volker Schaner hat Perry 15 Jahre lang immer wieder getroffen und langsam sein Vertrauen gewonnen. Er besuchte ihn in den Schweizer Bergen oder begleitete den Rastafari nach Jamaika, wo er fast genauso wie der Rasta-Messias Haile Selassie verehrt wird. Der außergewöhnliche Musiker und Künstler schenkte Schaner Einblicke in seine Arbeitsweise und seinen ganz eigenen Kosmos. Um auch dem Zuschauer die spirituelle Welt von Lee „Scratch“ Perry zugänglich zu machen, illustrierte Schaner die Dokumentation mit Grafiken der rumänischen Künstlerin Maria Sargarodschi, die digital animiert wurden.

 

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