Sie war engagierte Fotografin und eine der besten Spione der Sowjetunion: Edith Tudor-Hart, die Großtante von Peter Stephan Jungk, wurde 1908 in Wien geboren und starb 1973 in Brighton. Mit "Auf Ediths Spuren" versucht der Schriftsteller und Filmemacher, sich dem Geheimnis seiner schillernden Familienangehörigen anzunähern, die ein außergewöhnliches Doppelleben führte. So dokumentierte sie einerseits in Wien und London mit der Kamera Armut und soziales Elend, während sie die den KGB beim Aufbau seines berühmtesten Spionagerings unterstützte. (vf)
Peter Stephan Jungk zeigt in seinem Dokumentarfilm Tudor-Harts Leben – und erforscht damit ein Geheimnis, das sie zu Lebzeiten vor nahestehenden Menschen verbarg. Dazu reiste der Regisseur nach Österreich, Großbritannien und Russland, um Interviews mit Militärhistorikern, Fotoarchivaren, ehemaligen KGB-Agenten und Familienmitgliedern zu führen. Eine Frage zieht sich durch den Film: Wie konnte Edith Tudor-Hart angesichts der grausamen stalinistischen Diktatur überzeugte Kommunistin bleiben?
- Veröffentlichung09.11.2017
- RegiePeter Stephan Jungk
- ProduktionDeutschland (2017)