Vorstellungen
Filmkritik
Der Ablauf und Zusammenhang der Handlung führt durch ein Labyrinth, in dem der Zuschauer durch Vor- und Rückwärtsgänge und Nebenwege irrt, bis am Filmende auch sein Orientierungssinn ans Ziel gelangt. Er wandert dabei durch ein Panorama brutaler Unmenschlichkeit mit Intrigen, Menschenverachtung, Mord- und Rachgier, Folterungen und Strangulierung, die die Bildlandschaft großenteils bestimmen. Das Finale ist in ein Spiegelkabinett verlegt, um dem Spiel mit der Grausamkeit noch einen zusätzlichen Schliff zu geben. Kurze schonende Haltepunkte bieten nur die photogenen Seiten Hongkongs und die Choreografie beim stilisierten Zeremoniell ostasiatischer Kampfkunst. Allein die teure Ausstattung und technische Perfektion unterscheiden diesen Film amerikanischer Produktion vom Modell der berüchtigten Hongkong-Filme, das rohe Gewalt als Unterhaltungsware anbietet. - Hauptschauplatz der Handlung ist eine Insel im Chinesischen Meer, wo ihr tyrannischer Besitzer Han einen brutalen Mädchenhandel betreibt und ihn mit einer Karateschule und der Veranstaltung internationaler Wettkämpfe tarnt. Im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes schleusen sich drei Turnierkämpfer ein, um die Insel auszuspionieren und Han das Handwerk zu legen. Aber nur Lee überlebt, der sich engagiert hat, um mit Han eine persönliche Rechnung zu begleichen. Er will den Tod seiner Schwester rächen, die sich, um Han`s Verfolgung zu entgehen, selbst entleibte. Han schickt die Übermacht seiner Leibeigenen in die Arena und opfert sie gnadenlos. Zuletzt muß er sich Lee selbst im Zweikampf stellen. Seine Geheimwaffe ist eine eiserne Krallenhand, seine Falle ein Spiegel-Irrgarten, in dem Lee die Orientierung verlieren muß. Doch Lee ist unbesiegbar und spießt Han an die Wand. Dem malträtierten Zuschauer bleibt noch die Aufgabe, das Ganze möglichst vollständig zu vergessen.










