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Filmkritik
Der Ruf des Inspektors Yuen von der Polizei in Hongkong ist legendär wegen seiner brutalen Methoden und seiner Erfolgsquote; der typische Dom im Auge eines Chefs. Yuen kämpft gegen eine Bande von Waffen- und Drogenschmugglern, der auch der Killer Tony angehört, Yuens Intimfeind. John Woos (vorläufiger) Abschied von Hongkong wurde zu einem der wildesten Filme seiner Karriere. Actionszene reiht sich an Actionszene, nur von Zeit zu Zeit unterbrochen von Ausbrüchen purer Melancholie oder burlesker Komik. Auch "Hardboiled" ist im Kern eine Parabel um Ritterlichkeit, Freundschaft und Ehre in einer Welt, in der diese Werte nichts mehr gelten. Früher hat Woos Lehrmeister Chang Cheh solche Geschichten erzählt, stilistisch sehr viel rauher, blutiger, mit seinen seltsamen Farben und Verfremdungsstrategien zum Surrealen tendierend. Bei Woo wurde aus dem Surrealismus die Apokalypse, seine Filme oszillieren zwischen christlicher und taoistischer Ethik. Auch hier nimmt die Gewalt wieder infernalische Ausmaße an, ist allerdings so stilisiert, daß sie kaum noch real wirkt. "Hardboiled" fehlt allerdings auch die innere Qual oder die politische Botschaft, die Woos Filmen "Bullet in the Head" (ohne Verleih) und "The Killer'7 "Blast Killer" ihre Größe gab. Neben diesen Filmen wirkt er ein wenig leer, ist nur noch Dynamik, besteht nur noch aus Zeichen. Es ist ein Film für ein großes Publikum, ein perfekter Actionfilm.










