Vorstellungen
Filmkritik
Frau Julia heiratete den Mörder ihres ersten Mannes. Eines Tages hat sie Grund zu der Annahme, daß sie auf gleiche Weise aus dem Leben befördert werden soll. Sie flieht, gefolgt von dem rachesüchtigen Mann, der seinerseits von der Polizei verfolgt wird. Der Wettlauf endet mit einem Mord im Flugzeug, wozu sich der Autor dann noch weitere Unglaubwürdigkeiten einfallen läßt. Trotzdem: spannend, gelegentlich bis zum Reißerischen, ist der Film schon, und inmitten der manchmal haarsträubend plumpen Drehbuchzufälle werden Liebhaber dieser Sorte Filmkost recht hübsch bedient. Neben der aufregenden Mördergeschichte wird dem Publikum aber auch Tröstlicheres gegönnt: Gesetzt den Fall, daß (wie hier) beide Piloten eines Flugzeuges von einem wahnsinnigen Passagier erschossen oder angeschossen werden - kein Grund zur Verzweiflung, die Stewardeß schafft die Landung! Ein Andrew L. Stone schmiedete als Autor und Regisseur diese Nervensäge. Sie zu schärfen, half besonders Doris Day als die Frau, um deretwillen gemordet wird. Louis Jourdan als Mörder ist dagegen darstellerisch weniger tüchtig.

