Geboren als Kind von Überlebenden des Atombombenabwurfs in Hiroshima, wurde Mamoru Samuragochi – ein autodidaktischer Komponist klassischer Musik mit einer degenerativen Erkrankung, die zur Taubheit führte – als „japanischer Beethoven“ des digitalen Zeitalters gefeiert. Kurz vor den Olympischen Winterspielen 2014, bei denen Samuragochis „Sonatina for Violin“ den Auftritt des Eiskunstläufers Daisuke Takahashi begleiten sollte, enthüllte der nebenberufliche Hochschuldozent Takashi Niigaki, dass er 18 Jahre lang als Ghostwriter für den Komponisten gearbeitet hatte, Samuragochi keine Noten schreiben konnte – und in Wirklichkeit völlig hören konnte. Während Samuragochis Aufnahmen aus dem Verkehr gezogen und Aufführungen abgesagt wurden, genoss Niigaki Erfolg in TV-Talkshows. Der Filmemacher Tatsuya Mori trifft Samuragochi in seiner kleinen Wohnung in Yokohama, gemeinsam mit seiner Frau und seiner Katze – bereit, seine Sicht der Dinge zu erzählen. Eine fesselnde Charakterstudie, die Medienheuchelei und die Konstruktionen von Fähigkeit und Behinderung seziert – in einem Moment, in dem Samuragochis Karriere zusammengebrochen ist und dabei Fakten und Fiktionen mit in den Abgrund reißt.
- Veröffentlichung04.06.2016
- RegieTatsuya Mori
- ProduktionJapan (2016)
- Cast
- IMDb Rating7.3/10 (73) Stimmen
