Im Herbst 1992 - es ist mitten im Krieg in Bosnien - liest Monika Hauser von den unzähligen vergewaltigten Frauen. Sie liest, dass serbische Soldaten Hotels und Fabriken zu Bordellen umwandeln, in denen Frauen tage- oder monatelang gefangen gehalten werden. Sie ist schockiert von den Ereignissen. Gleichzeitig empört sie sich über die Art, wie die Medien über die Frauen berichten und sie so ein zweites Mal missbrauchen. Die Gynäkologin entschließt sich, vor Ort tätig zu werden. Im Winter reist sie ins Kriegsgebiet und entscheidet sich, in Zenica, einer Stadt in Zentralbosnien, ein Frauenzentrum aufzubauen.
Für ihren Dokumentarfilm über die u. a. mit dem Right Livelihood Award 2008 und der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft 2017 ausgezeichnete Monika Hauser begleiteten die Filmemacherinnen Edith Eisenstecken und Evi Oberkofler die Ärztin bei der Arbeit für ihr Hilfsprojekt. Diese führt sie häufig in Kriegs- und Krisengebiete wie Uganda, Afghanistan, Kosovo und Liberia, wo viele Frauen vor allem durch sexuelle Gewalt als Mittel der Kriegsführung schwer traumatisiert sind.
- Veröffentlichung03.05.2018
- RegieEvi Oberkofler, Edith Eisenstecken
- ProduktionDeutschland (2018)
