Vorstellungen
Filmkritik
Nobody ist der schnellsten und sichersten Schützen einer, aber vor allem ist er ein Schelm, der sich mit List und Scherzen durch den Wilden (Italo-) Westen schlägt. Er schaut mit blauen Augen so treuherzig in die Welt, als ob er nicht bis drei zählen könnte, und hat es doch faustdick hinter den Ohren. Zwar geht es ständig hart zu, aber fast pausenlos auch komisch, präziser: grotesk. Eine richtige Handlung entwickelt sich dabei nicht, ein überlanger Vor-Vorspann hat kaum Zusammenhang mit dem folgenden Film, die einzelnen Episoden erinnern eher an Fortsetzungs-Comics, entsprechen ihnen auch in der Geistigkeit der Geschichten. Manchmal kennt man sich überhaupt nicht mehr aus, aber das schadet nicht viel bei einem solchen Produkt, in dem es ja nur um die Präsentation eines beliebten Darstellers und die einzelnen Einfälle geht. Zur Persiflage stößt der Film nicht vor, dazu werden die Wildwestklischees - imgrunde sind sie gar nicht vorhanden - nicht ironisch entlarvt sondern nur in Annäherung grotesk variiert. Klamaukheld Noboy hat zwar den alten legendären Wildwesthelden abgelöst (vgl. "Mein Name ist Nobody "), aber hier wurde dieser Einfall nicht weiter entwickelt. Dieser Nobody dient nur mehr dem Jux. Den inszenierte Damiano Damiani recht zielsicher, wenn auch mit der linken Hand.









