Für ihn war die Natur mehr als nur eine Landschaft, mehr als nur ein Wald oder eine Wiese. Für ihn war sie eine unendliche und nicht messbare Fülle individueller Gebilde, die er tief durchdringen wollte, um dadurch das Wesentliche an ihr herauszuarbeiten. Schnell wurde die Natur für Otto Modersohn deshalb zum Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens, aus der er seine kreative Kraft schöpfte. Und genau deshalb widmet sich der Dokumentarfilm von Carlo Modersohn nicht nur dem Künstler selbst, sondern vor allem dieser einzigartigen Verbindung. (j.b.)
Die eingesprochenen Texte entstammen Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Texten von Otto Modersohn selbst, Paula Modersohn-Becker und Rainer Maria Rilke. Otto Modersohn versuchte zeitlebens, die Dinge tief zu durchdringen und das Wesentliche an ihnen herauszuarbeiten. So [...] enthält dieses Land, die Sprache Otto Modersohns lautet Rilkes berühmte Würdigung aus dem Jahr 1903. Wenn sich der Film So weit und groß nun 80 Minuten ausschließlich aus der Sprache und den visuellen Eindrücke dieser Zeit zusammen setzt, kommt er diesem europäischen Land der Kunst in dem Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker vor den Weltkriegen gelebt haben so nah, wie es keine Ausstellung und kein Buch kann, die immer mit dem Heute konkurrieren müssen.
- Veröffentlichung15.12.2016
- RegieCarlo Modersohn
- ProduktionDeutschland (2016)
- Cast
