Die Blumen von gestern
    Die Blumen von gestern

    Die Blumen von gestern

    125min Drama, Komödie FSK12
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    Totila Blumen (Lars Eidinger) ist Holocaust-Forscher. Als solcher versteht er keinen Spaß. Weder im allgemeinen noch im besonderen, wenn seine Kollegen versuchen, aus einem Auschwitz-Kongress ein werbefinanziertes Medien-Event zu machen und somit das Erbe des gerade erst verstorbenen und von Totila hoch verehrten Professors Norkus mit Füßen treten. Als man Totila dann auch noch die sehr junge und sehr nervige französische Studentin Zazie (Adèle Haenel) als Praktikantin vor die Nase setzt, die ihm folgt wie ein Hündchen und mit seinem direkten Vorgesetzten (Jan Josef Liefers) ein Verhältnis hat, ist der stets ernst und überlegt dreinblickende Mann am Ende. Doch Jammern hilft nicht - erst recht nicht bei seiner gestressten Frau (Hannah Herzsprung), die ihn auffordert, weniger zu hadern und sich mit dem zu arrangieren, was das Leben gerade anbietet. Und so macht Totila weiter seine Arbeit, unterstützt von der überdrehten, exzentrischen Zazie. Die jedoch scheint ihre ganz eigene Agenda zu haben - eine Agenda, die eng mit Totilas Herkunft und seinem wohlgehüteten Familiengeheimnis verknüpft ist. (Quelle: Verleiher)

    Historiker Totila Blumen, genannt Toto, steckt in einer Midlife-Crisis. Sowohl in seinem Job im Archiv der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen als auch in seiner Ehe mit Hannah herrscht lähmender Stillstand. Mitten in den schleppenden Vorbereitungen zu einem Auschwitz-Kongress bindet ihm sein Vorgesetzter und Rivale Balthasar eine kapriziöse Praktikantin aus Frankreich ans Bein. Doch nach anfänglichem Schlagabtausch entpuppen sich die beiden als wie füreinander gemacht. Kluge, schwarzhumorige Komödie um Holocaustforscher, mit der der vielfach prämierte Chris Kraus ("Vier Minuten") seinen vierten Spielfilm vorlegt. Sie kann bis in kleine Nebenrollen mit großartigen Darstellern aufwarten, allen voran Lars Eidinger, der den misanthropischen, zwischen Arroganz und Verletzlichkeit schwankenden Akademiker perfekt verkörpert, und die zwei Mal mit einem César prämierte Adèle Haenel unglaublich charmant als leicht verspulte, sebstbewusste Kollegin. Die gelungenen Dialoge und originelle Situationskomik funktionierte auch beim Filmfestival in Tokio. »Aberwitzig, anspruchsvoll, genial.« (FBW)

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