


Am Beispiel des Kölner Helios-Geländes zeigt Anna Ditges in ihrer Langzeit-Dokumentation, wie Stadtplanung und ihre Umsetzung funktioniert. Dabei ließ sie der Stadtverwaltung, dem Investor und den Bürgern gleichermaßen Raum, ihre Wünsche, Pläne und Prognosen zu äußern. So bringt sie die wenig überraschende - nichtdestotrotz schockierende - Wahrheit, dass der Bürger in diesem Entscheidungsprozess meist außen vor bleibt, ungeschönt ans Licht. Dennoch bricht "Wem gehört die Stadt - Bürger in Bewegung" eine Lanze für mehr privates Engagement. (v.f.)
Hier könnte so vieles entstehen, so viel gebaut und so viel Geld verdient werden. Großinvestor und Bauunternehmer Bauwens-Adenauer entscheidet sich für ein Einkaufszentrum. Der Protest lässt nicht lange auf sich warten. Gastronomen und Handwerker, deren Existenz durch den geplanten Abriss auf dem Spiel steht, aber auch Anrainer und Nachbarn sehen die Shopping Mall als Bedrohung für die gewachsene Infrastruktur und für den Einzelhandel des Viertels. Unterschriften werden gesammelt und eine Bürgerinitiative gegründet, deren Arbeitsgruppen nachhaltige und bürgernahe Konzepte zur Nutzung des Geländes erarbeiten wollen. Mit Unterstützung von Bezirksbürgermeister Wirges, dem die Menschen in seinem Veedel am Herzen liegen, kommt es zu einem Bürgerbeteiligungsverfahren, in dem Vertreter der Stadt zwischen den Interessen von Wirtschaft, Politik und Bürgerschaft vermitteln und abwägen sollen. Bald stehen erste Modelle im Raum. Kulturstätten, bezahlbarer Wohnraum, ein Park wäre schön, oder doch lieber ein Parkhaus? Visionäre und Pragmatiker, Radikale und Resignierte streiten über Machbarkeit und Kompromisse. Doch am Ende des konfliktreichen Prozesses steht eine Lösung, die so niemand erwartet hätte... FilmKinoText °
- Veröffentlichung19.02.2015
- RegieAnna Ditges
- ProduktionDeutschland (2015)
- Dauer92 Minuten
- GenreDokumentarfilm
- Cast
- AltersfreigabeFSK 0
