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You, Me & Italy

105 minKomödie, LovestoryFSK 12
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HGalle Bailey (Arielle, die Meerjungfrau, Die Farbe Lila) spielt Anna, eine junge Frau, die ihren Traum, Chefköchin zu werden, aufgegeben hat. Planlos driftet sie durch den Alltag und ihre Zwanziger. Dabei trifft sie eine schlechte Entscheidung nach der anderen. Dann verliert Anna auch noch ihren Job als Haus-Sitterin (und damit auch ihre Unterkunft). Eine zufällige Begegnung mit Matteo – der eine Villa in der Toskana besitzt – inspiriert sie dazu, gegen den Rat ihrer besten Freundin Claire (Aziza Scott, Home Before Dark) nach Italien zu fliegen. Doch Annas Plan, heimlich nur für eine Nacht in Matteos Villa zu bleiben, geht reichlich schief, als Matteos Mutter Gabriella (Isabella Ferrari) unerwartet vor der Tür steht. In Panik lässt Anna Gabriella glauben, sie sei Matteos Verlobte. Diese klitzekleine Lüge wird jedoch zu einem riesengroßen Problem, als Matteos attraktiver Cousin Michael (Regé-Jean Page, Bridgerton, Black Bag) auftaucht. Anna wird klar, dass die Funken zwischen ihnen ein Feuer entfachen könnten, das ihr Leben komplett auf den Kopf stellen würde.
YOU, ME & ITALY wurde von der renommierten Filmemacherin Kat Coiro (Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick, Matlock) inszeniert, nach einem Drehbuch von Ryan Engle (Rampage – Big meets Bigger, Beast – Jäger ohne Gnade), basierend auf einer Originalidee von Ryan Engle und Kristin Engle. Produziert wurde der Film von Will Packer (Girls Trip, die Ride Along Filme) und Johanna Byer (Point Blank, ausführende Produzentin von Praise This) für Will Packer Productions. Die ausführenden Produzenten waren Ryan Engle und Scott Putman.
  • Veröffentlichung06.08.2026
  • Kat Coiro
  • Vereinigte Staaten (2025)
  • 6.0/10 (4142) Stimmen

Als man Anna (Halle Bailey) zum ersten Mal sieht, wacht sie in einem luxuriösen Apartment in New York auf, zusammen mit einem kleinen Hund, der ihr nicht gehört, und angetan mit Designer-Klamotten, die sie sich nie leisten könnte. Nach dem Tod ihrer Mutter hat Anna ihre Ausbildung als Köchin abgebrochen und arbeitet nun als Housesitterin. Doch anstatt auf die Wohnung aufzupassen, übernimmt sie mehr und mehr die Attitüden der Eigentümer. Sie führt damit ein falsches Leben, was nicht lange gutgehen kann. Prompt wird Anna erwischt und gefeuert.

Der Einfachheit halber wird eine Verlobung erfunden

Zu ihrem Glück lernt sie in einer Hotelbar den italienischen Immobilienmakler Matteo (Lorenzo de Moor) kennen, der vor einem Jahr vor seiner Familie in der Toskana nach New York geflüchtet ist. Was die Gründe dafür waren, wird nie ganz  klar, zumal er in San Conessa eine großzügige und geschmackvoll eingerichtete Villa besitzt, wie er Anna freimütig berichtet. Das lässt sich Anna nicht zweimal sagen. Am nächsten Tag fliegt sie kurzentschlossen nach Italien und schleicht sich in Matteos leere Villa ein. Seiner Mutter Gabriella (Isabella Ferrari) erzählt sie der Einfachheit halber, dass sie mit Matteo verlobt sei; als Beweis dient ein Ring, den sie in einer Kommode des Schlafzimmers gefunden hat. Bald glaubt die ganze Verwandtschaft, dass Matteo wiederkommen und Anna heiraten werde. Allerdings gibt es auch noch Matteos Halbbruder Michael (Regé-Jean Page), ein gebürtiger Engländer, der auch nicht zu verachten ist.

Wahrscheinlich hatte Regisseurin Kat Coiro eine romantische Komödie vor atemberaubender Kulisse im Sinn, mit zwei sympathischen, attraktiven Stars, die auf das Happy End zustreben. Dahinter könnte auch die Idee stecken, dass die US-Amerikaner endlich ihrer Italiensehnsucht nachgeben und ihre Trump-gebeutelte Heimat Richtung Europa verlassen. Doch das ist schon zu weit gedacht – Politik würde in diesem fantastisch-unrealistischen Szenario nur stören. Dazu passt auch, dass es San Conessa außerhalb des Films gar nicht gibt – alles nur ein Traum.

Alles soll heimelig und angenehm sein

Coiro hat keine Angst vor Klischees – da gibt es die temperamentvoll-herzliche Familie, den Arien singenden Gärtner, die misstrauische Oma, die eifersüchtige Ex-Geliebte, „Ricchi e Poveri“ im Autoradio, den traditionellen Weinladen sowie das großzügige Weingut; ein mittelalterlicher Umzug und die schöne Landschaft sorgen für zusätzliche Schauwerte.

Als Zuschauer ist man aber rasch verstimmt, weil die Regisseurin einen zwingen will, alles so heimelig und angenehm zu finden. Wenn der Spannungsbogen durchhängt, erfinden sie und der Drehbuchautor Ryan Engle rasch dramatische Zuspitzungen, die jeglicher Glaubwürdigkeit entbehren. Die Folge ist eine künstliche Aufgeregtheit, die durch lauten Soul-Pop – quasi als Kontrast – noch unterstützt wird. Regé-Jean Page darf im Sprühregen einer Sprinkler-Anlage sein Sixpack zeigen, zur Freude lüsterner Touristinnen, das muss als erotische Attraktion reichen.

Natürlich geht es auch ums Essen, schließlich war Anna mal Koch-Azubi. Doch der Faszination des Kochens, der Kunst der Zubereitung oder dem Geheimnis des Geschmacks spürt die Regisseurin nicht nach. „Wer das Essen kennt, kennt auch das Leben“, wird ein (wahrscheinlich frei erfundenes) Sprichwort zitiert. Im Film wird das aber nicht deutlich. Annas unverständliche Weigerung, nach einem Unfall von Matteos Vater als Sous-Chefin eine Feier zu retten, interessiert niemanden, und so darf die junge Frau sich am Schluss sogar bewähren. Das ist alles so dumm, vorhersehbar und verlogen, dass man es gar nicht glauben mag.

Veröffentlicht auf filmdienst.deYou, Me & ItalyVon: Michael Ranze (24.11.2026)
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