Die Stadt als Beute

    Die Stadt als Beute

    87min Dokumentarfilm FSK6
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    Von London bis New York gilt Berlin plötzlich als "the place to be". Das weckt Begehrlichkeiten. Jeder will hier wohnen und viele wollen sich hier eine Wohnung kaufen, die - verglichen mit "zu Hause" - spottbillig ist. Ehemaliger staatlicher Wohnungs-bestand wird privatisiert und Mietwohnungen werden zu Eigentum. Welten prallen aufeinander und Paralleluniversen tun sich auf. Andreas Wilcke hat diesen Vorgang vier Jahre lang durchleuchtet. Mit seiner Kamera ist er überall in der Stadt unterwegs; befragt die verschiedenen Akteure, begleitet Makler, Investoren und Kaufinteressenten bei der Schnäppchenjagd und Mieter beim Gang durch die Institutionen. Der Zuschauer ist quasi live dabei, wenn im Zeitraffertempo eine ganze Stadt umgekrempelt wird. (Quelle: Verleih)

    Das war nicht immer so, denn als „Insel zwischen zwei Systemen“ stand Berlin in Deutschland lange Zeit eine Sonderposition außerhalb der Begehrlichkeiten des Marktes zu, die es den verschiedenen Stadtteilen ermöglichte, sich ganz individuell und ohne Druck von außen auf das Stadtbild als Gesamtheit zu entwickeln. Inzwischen greift in beinahe jedem Kiez die vielbeschriene Gentrifizierung um sich, bezahlbarer Wohnraum innerhalb des berühmten S-Bahn-Rings wird rar, wer nicht über das nötige Kleingeld verfügt, wird an den Stadtrand gedrängt. Den rasanten Veränderungen in diesem Sektor ist der Dokumentarfilm "Die Stadt als Beute" gewidmet.

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