Vorstellungen
Filmkritik
Martin Riggs, Detektiv im Rauschgiftdezernat von Los Angeles, gilt seit dem Unfalltod seiner Frau als selbstmordgefährdet und schießwütig. Deshalb wird er dem besonnenen farbigen Detektiv Roger Murtaugh vom Mord-Dezernat zugeteilt. Sie sollen den vermeintlichen Selbstmord eines Callgirls untersuchen, der sich schon bald als Mord herausstellt. Die Spur führt zum Vater des Mädchens, einem Kameraden von Roger in Vietnam. Jetzt ein angesehener Bankdirektor, dient er ehemaligen Söldnern des CIA als Strohmann bei ihren Rauschgiftgeschäften. Als er sich Martin und Roger offenbart, wird er hinterrücks erschossen. Da die Gangster annehmen, daß die Polizisten eingeweiht sind, "erschießen" sie Riggs (der dank einer kugelsicheren Weste überlebt) und entführen Murtaughs Tochter. Beim Übergabetreffen "Tochter gegen Informationen" kann der totgeglaubte Riggs einige Gangster aus dem Hinterhalt erschießen, aber schließlich werden sie doch überwältigt. Martin gelingt es, sich und die anderen zu befreien; gemeinsam bringt man nun die Verbrecher zur Strecke.
Ein Reißer, der das in Dutzenden Cop-Filmen erprobte Duell zweier unterschiedlicher Charaktere zum Vorwand für seine zynische Weltsicht nimmt: "Bringt endlich dieses Stück Dreck von meinem Rasen", klingt beim Showdown die Stimme eines Bürgers aus dem Off, als der Bösewicht von Kugeln durchsiebt daliegt. Und da Richard Donners Inszenierung bis dahin sehr eindimensional ist, ist diese Entgleisung kaum als satirische Spitze zu verstehen. Unverfroren huldigen Drehbuch und Regie der "tödlichen Waffe" (Originaltitel) Mensch, wenn sie nur staatlich legitimiert ist. Das in Hollywood inzwischen zur Mode verkommene CIA- und Vietnam-Klischee wird auch hier gepflegt, ohne daß es politische Dimensionen annimmt. Die oberflächliche Inszenierung verführt auch zu dramaturgischen Schnitzern: da wird der clevere Martin plötzlich mitten in der Wüste von dem "vom Himmel gefallenen" Gangsterboß überwältigt. Hinzu kommt, daß Mel Gibson (als Martin) wie ein schnaubender Stier innere Regungen darstellen muß, was geradezu lächerlich wirkt. Die menschenverachtende Grundtendenz des Films wird durch einige humorige Familienszenen in Murtaughs Haus nicht aufgefangen.










