Wer liebt wen in „Così fan tutte“, Mozarts und Da Pontes grausam-komischer Reflexion über Begierde, Treue und Verrat? Oder haben die Verwirrungen, denen sich die Hauptfiguren gegenseitig aussetzen, dafür gesorgt, dass trotz der innigen Liebesduette und der oberflächlich leichtfüßigen Komödie nichts mehr funktioniert und ein Gefühl emotionaler Verwitterung die wahren Gefühle abgelöst hat? „Così fan tutte“ ist ein zeitloses Werk voller Fragen, die uns alle betreffen. Der Oscar-prämierte Regisseur Michael Haneke sagte einmal, er sei lediglich präzise und wolle die Realität nicht verzerren. In seiner erst zweiten Operninszenierung nach Don Giovanni im Jahr 2006 präsentiert er, was ARTE als „desillusionierte Sicht auf die Liebe in einer eiskalten, realistischen Interpretation“ bezeichnete.
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